Folge 13: Red Flags sieht man. Man ignoriert sie nur.
Shownotes
Warnsignale sind meistens nicht das Problem. Das Problem ist, was wir daraus machen.
Melanie und Izel sprechen darüber, welche Red Flags sie früher übersehen, kleingeredet oder viel zu lange toleriert haben – in Beziehungen, Freundschaften, im Job und sogar innerhalb der Familie.
Es geht um Grenzen, die langsam verwischen, Bedürfnisse, die nicht ernst genommen werden, Harmonie um jeden Preis und die Frage, warum man manche Dinge im Job sofort anspricht – privat aber plötzlich jahrelang hinnimmt. Melanie kommt dabei mitten im Gespräch selbst zu einer ziemlich klaren Erkenntnis: Beruflich kannte sie ihren Wert schon lange. Privat sah das ganz anders aus.
Izel erzählt, warum sie heute konsequenter reagiert, wenn Grenzen schleichend überschritten werden – und weshalb Selbstwert, Sicherheit und Abhängigkeit oft viel stärker zusammenhängen, als man zunächst denkt.
Und dann wird aus dem Thema Red Flags plötzlich eine noch viel größere Frage: Muss ich eigentlich etwas leisten, um Liebe zu verdienen? Oder darf eine Beziehung sich irgendwann auch einfach leicht anfühlen?
Zum Schluss geht es sogar noch ums Nichtstun, ein überfordertes Nervensystem und darum, warum ein Hund manchmal die beste Erinnerung sein kann, einfach mal aus dem eigenen Muster auszubrechen.
🎧 Folge 13 von „Deutschland, wir reden!“ mit Melanie Rinklake und Izel Colak – jetzt auf allen Plattformen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo Isel, schön dich zu sehen.
00:00:11: Heim Melanie, schön Dich zu sehen!
00:00:14: Wieder neue Woche neues Glück?
00:00:16: Ja!
00:00:18: So du hast glaube ich heute ein Thema mitgebracht wo drüber wir uns mal austauschen sollten.
00:00:24: ja und zwar habe ich heute das thema redflex mitgebracht.
00:00:29: aber also was sind so Redflex?
00:00:33: Erste Warnsignale und jetzt aber auf alle möglichen Ebenen runtergebrochen.
00:00:37: Sowohl im Arbeitsverhältnis, in einer Beziehung, in Freundschaften innerhalb der Familie die du noch vor einigen Jahren toleriert hast, die du heute so nicht mehr tolerieren würdest.
00:00:49: Vielleicht magst du ja mal erzählen!
00:00:53: Also du meinst dich Stop-Schilder über die man so mit der Bauch sagt?
00:00:57: Stopp stop stop und trotzdem
00:00:58: machst
00:00:59: du's?!
00:00:59: Ja ja, du siehst so das Warnsignal.
00:01:01: Die Leuchtreklamme und die Pfeile, die da drauf zeigen.
00:01:04: Und du denkst dir nicht gesehen und gehst weiter.
00:01:08: Wobei auch bestimmt subtilere Sachen.
00:01:10: Heute sind wir viel feiner, viel geschärfter in unserer Wahrnehmung.
00:01:14: Absolut!
00:01:15: Was sind so Sachen, die du da früher toleriert hast?
00:01:21: So eine Sache, sowas gärt jahrelang in einem ... ist halt so.
00:01:31: So eine Red Flag über die ich wirklich, ich würde sagen über Jahrzehnte drüber gegangen bin, ist so dieses dass die Sachen von jemand anderem wichtiger sind als meine.
00:01:43: Ja
00:01:43: also letztendlich gleiche Situation.
00:01:46: Ich sage jetzt mal was weiß ich Dein Partner hat abends ne Veranstaltung und geht automatisch davon aus das du zu Hause bei den Kindern bleibst.
00:02:00: Das ist einfach so ein Gesetz.
00:02:01: Die ist ja edaheim.
00:02:05: Sagst du dann als Frau, ich habe heute Abend eine Veranstaltung?
00:02:09: Dann kannst du nicht davon ausgehen dass dein Mann automatisch zu Hause ist!
00:02:15: Ich glaube das geht ganz vielen so und dann immer so wie nee.
00:02:20: also ich kann heute Abend nicht.
00:02:22: und tralalala und du denkst dir nur so Hä?
00:02:24: Wieso ist deine Abendveranstaltung wichtiger als
00:02:27: meine?!
00:02:29: Und wenn du dich auch nur mit Freunden treffen willst und das andere ist irgendein Business-Kram, aber letztendlich geht es doch darum, dass bewertet wird.
00:02:39: Meine Zeit oder meine Expertise in irgendwas ist wichtiger als deine.
00:02:45: Das habe ich jahrelang toleriert, obwohl es mich immer absolut genervt hat.
00:02:52: Einfach weil der Meinung war ja okay, es ist halt so... Aber irgendwann wird das immer stärker und dann ist die Red Flag, die hängt so über deinem Kopf.
00:03:00: Und dann kannst du nicht mehr anders als mal was zu sagen.
00:03:04: Was ich heute anders machen würde und auch mittlerweile tue ist... Ich spreche es sofort an!
00:03:10: Also ich habe das sonst immer in mich reingefressen und irgendwann bin ich dann halt explodiert.
00:03:16: also ich bin ja im Sterns Zeichenskorpion Das heißt, ich gucke mir lange etwas an.
00:03:22: Ja, also ich bin da sehr den Fake in meiner Toleranz.
00:03:26: Aber wenn der Stachel dann mal draußen ist ... Dann knallt's und das finde ich eigentlich total unfair!
00:03:34: Also da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen und sagen naja hättest du es direkt gesagt?
00:03:40: Da wärs vielleicht gar nicht so eskaliert.
00:03:42: Das mache ich heute nicht mehr.
00:03:44: Wenn ich merke irgendwie mein Bauchgefühl sagt mir ne, nee, nee sag' ich das mittlerweile sofort.
00:03:50: Also ich bin nicht mehr so harmoniebedürftig wie ich mal war, sondern die Red Flex werden mittlerweile gesehen und auch angesprochen.
00:03:58: Ja das ist stark weil ich glaube dass erfordert ja noch meine andere Hemmschwelle das auch wirklich aktiv anzusprechen.
00:04:04: Weil ich gerade wahrnehme tut man schon sehr früh Sachen aber dann dies ansprechen und dann ist ja auch meistens also wenn Je nachdem, was für ein Bewusstsein mein Gegenüber hat in was für einer Konzernation auch immer weiß man ja auch dass das Ansprechen selber ja auch noch mal zu Problem führen wird.
00:04:22: Definitiv!
00:04:23: Und dann musst du dich ja dieser Situation bewusst stellen zu sagen ich fände es nicht unangenehmer Gespräch.
00:04:29: Aber weißt du was?
00:04:30: Ich glaube also kommt mir gerade so Es hat mit deiner eigenen Situation im Leben zu tun.
00:04:36: Also ich sage jetzt mal bist Du von jemandem abhängig Ja?
00:04:41: Als Hausfrau zu Hause und der Mann bringt das Geld nach Hause, geht wirklich auch ganz vielen so.
00:04:49: Gehst du automatisch davon aus?
00:04:51: Naja, weil er bringt die Kohle nach Hause.
00:04:52: deswegen ist das Seinkram wichtiger als deiner.
00:04:58: Aber in einer beziehungstechnischen Situation sollte es nicht so sein.
00:05:04: Also das kann ich jetzt heute sagen Das ist halt auch Lebenserfahrungen.
00:05:08: Heute ist meine Situation eine andere Und deswegen spreche ich es heute sofort an.
00:05:15: Und das ist natürlich nicht immer angenehm und ich habe auch heute öfter mal so kleine Nickeligkeiten, aber ich fühle mich total wohl damit.
00:05:25: Also ich hab zum Beispiel gestern schrieb eine Bekannte die machten Retreat in Valencia und hab gesagt ja ich komm mit.
00:05:33: Sonst hätte ich gesagt Nee, ich muss erst mal fragen und das abklären.
00:05:37: Und das ist natürlich auch die Freiheit, die du mit über fünfzig hast.
00:05:40: Die Kinder sind groß und aus dem Haus.
00:05:42: Du wirst natürlich auch freier und teile das aber heute nur noch mit.
00:05:48: Auch übrigens bin ich Anfang April ... meine Woche nicht da!
00:05:53: Ach okay... Aber dass hat tatsächlich auch mit der Lebenssituation zu tun.
00:05:57: also je älter du wirst glaube ich umso einfacher wird es auch für deine eigenen Sachen einzustehen.
00:06:03: Das glaub ich auch, weil du dich auch selber besser kennenlernst.
00:06:06: Ja aber auch der Ferne ist halt halber zu sagen naja die Lebenssituation is ja auch ne andere.
00:06:11: also ich sag jetzt mal wenn du wirklich mit zwei Kindern und bist Zuhause Du unterstützt dein Mann dann Du bist auch einfach in einer anderen Situation.
00:06:21: Also deswegen Ich bewundere die jungen frauen heute Wenn die so für ihren kram einstehen.
00:06:25: also ich sehe das ja auch bei meiner tochter.
00:06:26: gut ihr hat noch keine kinder Aber Die geht so ihren Weg.
00:06:31: Das finde ich total geil, wo ich immer denke.
00:06:33: Wahnsinn!
00:06:34: Ich hab mich schon immer als selbstbewusst empfunden.
00:06:37: aber wenn ich jetzt mal so ganz ehrlich zu mir bin habe ich das ganz oft unter den Teppich gekehrt damit Harmonie herrscht und meine Tochter ist da echt so... wieso?
00:06:50: Die versteht das oft gar nicht, weil wir diskutieren ja auch da drüber und dann sagt sie ich sehe das Problem überhaupt nicht.
00:06:55: Und dann denke ich mir nur wie geil!
00:06:56: Also die macht ihren Weg im Leben toll.
00:07:01: Diese Grenzen, die man selber denkt, die hat und die sehen das gar nicht.
00:07:05: also ich habe den Vergleich zu meiner jüngeren Schwester.
00:07:08: Wir haben sieben Jahre Altersunterschied und bei ihr ist es so dass wenn Sie manchmal Sachen machte ich sage war das mutig?
00:07:16: Also das war jetzt ganz selbstverständlich, dass ich so reagiere oder ich so handle.
00:07:20: Oder dass die Entscheidung für mich treffe.
00:07:22: Das finde auch immer super spannend aber finde ich auch immer stark, dass sie auch ein schöner Paradigmenwechsel der aktuell einfach innerhalb der Gesellschaft stattfindet.
00:07:30: und so dank.
00:07:31: So Zeit!
00:07:31: Einer der guten Wechsel einer der guten Sachen.
00:07:35: Genau
00:07:36: was hast
00:07:36: du denn so
00:07:37: Red Flex?
00:07:38: Die du meine Bisse jetzt zwanzig Jahre jünger aber hast du auch schon Sachen wo du sagen kannst Das hätte ich vor fünf, sechs Jahren noch toleriert und heute sage ich nein.
00:07:49: Ja einiges.
00:07:52: Definitiv also jetzt auf verschiedenen Eben auch sowohl im Arbeitsverhältnissen als auch in Freundschaften und so was oder auch Beziehungen dass ich nicht so gut Grenzen setzen konnte oder diese... Also was heißt Grenzensetzen?
00:08:06: Ich glaube kommuniziert schon aber ich habe dann also ich war nicht so konsequent
00:08:11: Also hast du nicht Nein sagen können?
00:08:12: Doch,
00:08:13: ich habe mich durchgerungen und dann mal Nein gesagt.
00:08:16: Und dann wurden diese Grenzen aber ganz leise verwischt und nochmal leise verwischt.
00:08:21: Wo du auf einmal merkst so... Eigentlich freut sich das ja gar nicht, aber jetzt bin ich doch wieder in dieser Situation drin.
00:08:27: Ich fühl mich da jetzt weder... So ein
00:08:29: schleichener Prozess, den man selber gar nicht so wirklich wahrnimmt?
00:08:32: Ja, auch Jahre später wo man sich denkt wie konnte es passieren?
00:08:36: und man weiß aber selber, man hat einen Beitrag dazu beigetragen.
00:08:41: Das waren Themen.
00:08:43: also Grenzenstandhaftsätzen und Standhaftbleiben Ja, ja.
00:08:48: Das ist das
00:08:48: Schwierige.
00:08:49: Ist wie beim Abnehmen.
00:08:50: Abnehmensleicht aber dann das Gewicht Alten ist schwierig!
00:08:53: Da muss auch konsequent sein und das war so ein großes Thema für mich.
00:09:01: Dann eigene Bedürfnisse mehr zu kommunizieren und auch dafür mit dahinter einzustehen zu sagen ne da stelle ich mir jetzt wirklich sofort das möchte jetzt so und so haben.
00:09:15: da bin ich auch mal schnell so drüber gegangen.
00:09:19: Ich glaub, zu dem Thema Red Flex, du lernst dich ja immer besser kennen.
00:09:23: Und auch jede negative Erfahrung, egal auf was für eine Ebene ... da lernts dir halt auch noch mal Sachen dazu, wo du weißt, ach krass!
00:09:32: Ich wusste gar nicht, dass der Punkt mir so wichtig ist, aber jetzt hab ich das für mich daraus gearbeitet aus dieser Situation.
00:09:37: Macht ein Jahr stärker, ne?
00:09:38: Ja,
00:09:38: das find' ich immer gut und zum Beispiel in Arbeitsverhältnissen.
00:09:42: Ich bin so froh, Melaneda, in meiner Studentenzeit,
00:09:45: so viele ...
00:09:47: verschiedene Mini-Jobs hatte.
00:09:48: Also wirklich branchenübergreifend, vorm Messegelände gestanden und Flyer verteilt als auch bei einer großen schwedischen Einrichtungsmarke halt Blumenketten mit geknüpft und so was.
00:10:04: Wirklich alles möglich schon ausprobiert.
00:10:06: Und das war immer cool weil ich da wusste... Ich kann jetzt auch mit den Arbeitgebern mich ausprobieren.
00:10:14: Das ist nicht für Entscheidungserheblich, dass ich diesen Job habe.
00:10:17: Wenn das jetzt hier nicht funktioniert schon mehr einfach die Nächsten Studentenjob ist gar kein Problem, ich kann jederzeit switchen.
00:10:23: Und dann hab' ich mich da halt immer ausprobiert wie weit kannst du gehen?
00:10:26: Wie weit kannst Du Deine Forderung durchsetzen das erste mal irgendwie nach mehr Gehalt zu fragen?
00:10:30: Ich konnte drei Tage vorher nicht schlafen
00:10:32: oder?
00:10:33: Also so... Ja
00:10:34: voll und so Sachen.
00:10:36: da fand ich es halt immer cool dass ich das in dieser Phase mein Zimmer gut ausprobieren konnte und dann für mich wusste, ah ja cool!
00:10:42: Das geht, das geht nicht.
00:10:43: Ahja das müsste sie so und so machen.
00:10:47: Deswegen finde ich auch so, je früher man verschiedene Erfahrungen macht, desto besser.
00:10:51: Weil du ja dann immer noch mal was an Learning da draus hast und sowas halt arbeitsmäßig in Freundschaften auch jetzt immer mal wieder gemerkt, dass ich da auch Sachen besser kommunizieren muss.
00:11:07: und das hatten wir auch schonmal dieses Thema im Podcast.
00:11:15: Ich muss jetzt noch mehr machen.
00:11:18: Dass
00:11:18: du es dir verdienst,
00:11:19: praktisch.
00:11:20: Davon versuche ich auch wegzukommen.
00:11:22: und Leuten, die mir dieses Gefühl geben ... Eigentlich
00:11:27: ist man gut genug, wie man ist.
00:11:28: Genau auf jeden Fall.
00:11:31: und heute würde ich sagen also früher war auch so mit redflex das was du jetzt auch gesagt hast dass du das eher ansprichst.
00:11:37: Früher war das so da wirklich leuchtregname pfeile.
00:11:40: drei waren dich dann noch davor Und du hast
00:11:43: die alle kaputt geschossen?
00:11:44: Ich war so ha ha ha ich sehe es nicht.
00:11:47: haha ich habe nichts gesehen.
00:11:48: ja Heute ist man ja ein bisschen geschärft, auch in seiner Wahrnehmung.
00:11:53: Ich sehe das vorher schon und dann halt auch wie du.
00:11:55: Ich spreche das direkt an und da bin ich auch konsequenter zu mir.
00:12:00: also wenn ich irgendwie merke, ich spreche ein kompliziertes Thema an.
00:12:04: Das zum Beispiel für mich in der Beziehungsebene total absoluter.
00:12:07: Wenn du merkst, so spricht man ein komplizierteres Thema oder irgendwas heikleres und dass dann nicht die Kommunikationsbereitschaft dar.
00:12:14: Punkt eins.
00:12:15: Punkt zwei Inhalte, die du da irgendwie Preis gibst oder kundtust werden dich später zu einem Strick gedreht.
00:12:21: das finde ich ganz schlimm.
00:12:22: Das fühl mich auch eine absolute Red Flag und so Sachen.
00:12:27: wenn ich sowas schon direkt merke dann bin ich heute einfach auch in meiner Handlung danach konsequenter d.h.
00:12:34: Ich merk es okay da kann man jetzt funktioniert nicht direkt kommunizieren.
00:12:39: Also ich hatte gerade ehrlich gesagt eine Erkenntnis, als du so vom Job erzählt hast.
00:12:43: Habe ich mir gedacht?
00:12:45: Im Job habe ich jede Red Fleck geachtet.
00:12:50: Nur im Privatleben nicht!
00:12:52: Ich habe ja mal hier beim Otto-Konzern Hamburg gearbeitet bei einer Tochterfirma und da hatte ich einen Chef der hat mir nachgestellt.
00:13:04: Wenn wir dann Wandertag, also ein Ausflug hatten Melanie, du musst ja nicht den Berg hochlaufen.
00:13:11: Damals hab ich an Wünschen gewohnt ... Ich nehm dich in meinem Porsche mit und ich kann nur laufen.
00:13:17: Oder ich war bei ihm im Büro und er so ... Ja, ich bin jetzt umgezogen, habe einen Kamin.
00:13:23: Willst du dir das nicht angucken?
00:13:25: Soll ich mich auf's Beerenfeld legen oder was?
00:13:27: Nein!
00:13:28: Also da war ich immer superkonsequent.
00:13:33: Und weißt du warum?
00:13:35: Weil meine Eltern mir eine unglaubliche Sicherheit gegeben haben.
00:13:40: Meine Eltern haben immer gesagt, Kind
00:13:43: du hast
00:13:44: zu Hause immer einen Platz egal was passiert, du kannst immer nach Hause kommen und deswegen habe ich da immer die Fresse aufgerissen.
00:13:52: ja also ich hab hier auch mal bei Heli Hansen gearbeitet also bei einer norwegischen Firma.
00:14:00: Dann haben die dann immer so T-Shirts gemacht und es war aber alles immer so männlich.
00:14:05: Also wir sollten noch immer Polo Shirts tragen, wenn man auf der Messe war nicht so.
00:14:08: ich ziehe keinen Polohemd an.
00:14:10: Meine ich als ich bin eine Frau.
00:14:12: wie scheiße sieht das aus?
00:14:13: Ja also da ist ja auch so typisch Ami alle haben immer diese gleichen polohemden an.
00:14:18: kann man das mal netter
00:14:19: machen?
00:14:21: So ja du musst Heli Hansen tragen sag ich ja das ist für mich selbstverständlich.
00:14:25: ne was habe ich gemacht?
00:14:26: hat mir denn die kleinste Herrengröße vom T-Shirt geholt und hab die Customised.
00:14:31: Also ich habe mir dann V-Ausschnitt geschnitten, ich hab die Bündchen abgetrennt und so... Und dann guckte mich an wie jetzt und ich so, wieso?
00:14:41: Ich hab die Firma an!
00:14:43: Dann kamen die Frauen alles an.
00:14:45: das sieht total geil aus!
00:14:47: So was haben sie gemacht?
00:14:48: also da waren ja Fiffig, dann haben wir eine Frauenlinie aufgelegt mit T-shirts.
00:14:55: Aber dann auch wieder bis hier oben.
00:14:57: Und wenn du ein bisschen Busen hast, das sieht ja scheiße aus!
00:14:59: Wenn du so ein T-Shirt ... Ich wieder die Schere und so.
00:15:05: Dann hab ich in Oslo den Flagship Store aufgemacht.
00:15:09: Dann haben sie mir wirklich den CEO von Heli Hansen ins Lager geparkt.
00:15:13: Also ich war Visual Merchandiserin da.
00:15:15: Deswegen immer im Lager und schwer geschleppt und sowas alles.
00:15:21: Dann sagt ihr der Verkaufsleiter... Hier ist der CEO?
00:15:24: hat mir den ins Lager eingesperrt und hat nur zu mir gesagt, Mella nicht shoot.
00:15:30: So dann hab ich mal alles gesagt was ich kacke finde in der Firma.
00:15:36: Aber letztendlich hat mich dieses Fresse aufmachen beruflich extrem weitergebracht weil ich auch dahinter gestanden habe.
00:15:44: Ich hatte so eine Selbstsicherheit dass ich wusste Gott wenn sie mich rausschmeißen dann ziehe ja wieder mein Kinderzimmer aber ich werde weder verhungern noch unter der Brücke leben.
00:15:53: Aber im privaten Bereich, weil da sind die Konsequenzen viel persönlicher und für mich auch viel weitreichender.
00:16:05: Bin ich tatsächlich über diese Dinge hinübergegangen?
00:16:10: Und das ist mir jetzt gerade wirklich vor fünf Minuten bewusst gewonnen.
00:16:14: Deswegen
00:16:15: wollte ich das mal teilen!
00:16:19: Das war mir nie so bewusst...
00:16:20: Also ich finde dich gerade total geil, ehrlich gesagt.
00:16:23: Ja eine Frage dazu weil wir merken ja dass jetzt etwas was du jetzt auch rausgearbeitet hast je mehr Sicherheit im Hintergrund habe desto mehr traue ich mich nach vorne hin.
00:16:35: also dieses Ich konnte auch bei meinen Jobs mal dem Chef irgendeine absurde Zahl einfach in den Raum reintun Einfach weil ich mir auch dachte ey was also guck mal ich probiere mich jetzt aus.
00:16:44: Was ist so?
00:16:44: Worst Case Szenario?
00:16:45: Worst case scenario ist?
00:16:46: der sagt ne ne Stunde nun ist voll übertrieben das kriegst Du nicht Noch schon mal Worst-Worstcase-Szenario, der findet bald einen Grund und kündigt mich.
00:16:56: Und dann dachte ich mir halt auch so ... Es wird keinerlei Auswirkungen auf mein langfristiges Leben.
00:17:01: Wenn ich in fünf Jahren auf meinen Leben gucke, wird das dieser Rauschen gar keinen Einfluss auf mein weiteres Leben gehabt haben.
00:17:07: Vielleicht bringt er ein Jahr sogar weiter, weil man geileren Job findet?
00:17:10: Genau!
00:17:10: Also es ist ja letztendlich immer nur die eigene Angst.
00:17:13: was
00:17:14: könnte sein Anstatt dem Leben einfach zu vertrauen, naja es wird schon gut werden.
00:17:21: Also diese Grundannahme und du sagst ja auch ich hatte die Sicherheit zu Hause Und auch in Beziehungen zum Beispiel da hab' ich jetzt für mich gemerkt Je unsicherer ich mir mit mir selber war oder je weniger selbstwert ich mir gegeben habe desto größer und stärker war dann das Abhängigkeitsverhältnis zum Partner Ja.
00:17:43: Und damit einhergehend auch mehr Grenzen, die tolerieren oder die dann überschritten werden?
00:17:49: Das meine ich gar nicht.
00:17:49: irgendwie schlimme Grenzen aber dieses immer mal wieder irgendwas wo ich gesagt habe Ich mag das so nicht und dann wird es immer einmal wieder gemacht.
00:17:57: So diese Schleichende, das ist ja glaube ich der schlimme Prozess.
00:18:02: Ich würde auch behaupten, je mehr Sicherheit, also da brauchst du vielleicht nicht die Sicherheit in Beziehungskomponenten im Außen sondern auch mit dir selber und dir selbstsichere.
00:18:11: Du dir mit dir selbst bist und je mehr Selbstwert du dir selber gibst desto geringer wird das Abhängigkeitsverhältnis sein.
00:18:21: Je weniger Selbstwert du dir gibst, desto mehr auf Abhängigkeitsverhältnisse lässt du dich ja auch ein.
00:18:26: Auf jetzlicher Ebene.
00:18:27: Auch so finanzielle Aspekte und sowas.
00:18:30: Und das alles ist dann letztendlich wieder entscheidungserheblich warum man sich nicht frei fühlt.
00:18:35: also die Sachen ich kenne dass mit Partner ab ich vermute ihr erlaubnis ein Ich muss das organisieren.
00:18:41: und alles weil
00:18:44: Ja
00:18:45: Man in Sicht da noch irgendeine Schwachstelle hat.
00:18:49: Diese Erkenntnis hatte ich auch gerade, die hast du aber grade schon sehr schön formuliert.
00:18:54: Ich war im Job selbstbewusst weil ich mich aber auch über den Job extrem definiert habe.
00:19:00: das hab' ich ja schon mal gesagt als ich Kinder hatte dass ich ein Problem hatte zu sagen ich bin Hausfrau obwohl ich ja auch gearbeitet habe.
00:19:06: Aber das waren nun mal der Main Part Und im privaten hatte ich das tatsächlich nicht Weil ich immer dachte also ich habe mich früher sehr viel mit anderen verglichen dass ich immer dachte naja Die ist hübscher als du, die ist schlanker als du.
00:19:22: Ich meine das wird ja auch wenn dir diese Angst nicht genommen wird in der Partnerschaft dann denkst Du ja auch manche Dinge hast Du vielleicht verdient.
00:19:31: Ist es der Job von einem Partner diese Ängste wegzunehmen?
00:19:36: Zumindest sie nicht zu nähern!
00:19:38: Ja, das auf jeden Fall.
00:19:39: Also nicht zu nähern?
00:19:40: Nein, da
00:19:41: hast du recht!
00:19:41: Soweit war ich da aber nicht.
00:19:44: Ich fand mich schon immer... Weißt es gibt ja so Bilder, ein Urlaubschnapschuss von vor zwanzig Jahren.
00:19:51: Ich weiß dass ich mich in dieser Situation fett gefühlt habe.
00:19:55: Ich hab schon immer Probleme mit meinem Gewicht und wie ich mich selber sehe.
00:19:59: Und wenn ich das Bild heute angucke, ich meine halt klar der Krusse ist thirty-six dann denke ich heute Warst Du eigentlich total bescheuert.
00:20:10: Ja, so das ist auch ein Thema.
00:20:13: ich weiß nicht ob ich in meinem Leben jemals damit fertig werde.
00:20:17: ja mit diesem wie ist meine Körperfülle zu dem wie ich gerne sein möchte.
00:20:21: also ich würde gerne sagen ja ich bin heute total easy mit meinem körper und es ist alles gut.
00:20:26: nein ist es nicht.
00:20:27: ja also ich werde glaube ich immer in diesem struggle sein.
00:20:31: ich arbeite daran aber ich komme dann nicht so richtig für mich an den punkt.
00:20:37: Deswegen auch so im privaten Kontext, wenn du dich dann verkleist.
00:20:44: Da habe ich immer gedacht naja die anderen sind besser als ich Im Job wusste ich mache einen scheiß guten Job.
00:20:50: Also ich hatte auch mal eine Verhandlung mit dem Chef.
00:20:53: hier ging es auch um Gehalt und mein Chef hat mich immer... Wenn der eine Firma gewechselt hat er hat mich ja immer mitgenommen.
00:20:59: Ja, also so ein Mentor.
00:21:02: Ich weiß gar nicht ob er es weiß aber der hat mich extrem im Leben... hab ich davon profitiert.
00:21:07: und da stand auch diese eine Zahl habe ich gesagt nein unter dieser zahl komme ich nicht.
00:21:12: Also dann hatte er irgendwie was war zweitausend Euro weniger den Jahresvertrag haben sagt Nein!
00:21:18: Ich will vorne diese eine Zahl stehen haben sonst komm' ich nicht.
00:21:21: Und das hat funktioniert.
00:21:23: Also, da hab ich auch mehr verdient als mein männlicher Kollege.
00:21:27: Geil!
00:21:28: Was mir erst Jahre später ... Da kannte ich meinen Wert aber nicht im privaten
00:21:34: Bereich.
00:21:37: Wenn ich das heute überlese, ist es ganz schön bitter.
00:21:38: Aber so ist's und da hat sich natürlich schon einiges getan.
00:21:43: Aber manchmal, wenn Daniel so eine gewisse sehr positive Aussage über mich trifft, dann denk ich immer so, braucht der Mann ne Prille?
00:21:52: Weißt du was?
00:21:54: Aber gut, das ist halt immer dieses ... ich glaub der sieht was anderes als ich dann tatsächlich sehe.
00:21:59: Ich glaube er guckt einfach tiefer.
00:22:01: Ja, voll schön!
00:22:02: Eigentlich
00:22:03: schon ne?
00:22:05: Weil das ist ja auch so der Punkt.
00:22:09: Also super spannend erstmal.
00:22:12: und das hat jetzt die
00:22:16: Therapie-Sitzung
00:22:17: hier Ja, aber das was du jetzt auch schon eben angerissen hast.
00:22:22: Der Partner muss das also sollte das einfach nicht weiter nähern und man selber liebt sich ja auch mit der Zeit immer mehr und sie priorisiert sich hier auch immer mal mehr.
00:22:36: Und dahin geht jetzt auch die Frage, Melanie würdest du dich selber daten?
00:22:41: Heute ja!
00:22:44: Ja tatsächlich... Also das würde ich auch.
00:22:49: wenn ich da im Vergleich bin, glaube ich dass ich als Frau super easy bin.
00:22:58: Also ich hab außer die Hormone knallen mal so temporär durch.
00:23:06: Bin ich überhaupt keine zickige Frau?
00:23:08: Ich hatte früher schon immer mehr männliche Freunde weil ich habe überhaupt keinen Bock auf diesen zicken.
00:23:14: Scheiße das finde Furchtbar.
00:23:19: Ich würde mich daten, weil ich glaube mit mir hat man eine gute Zeit.
00:23:22: Also mit mir kann man sich sehr lustig aber auch sehr tief unterhalten.
00:23:26: also ich hoffe das kommt ja jetzt auf hier so ein bisschen raus.
00:23:29: und ein bekannter Sachte mal zu dir boah wenn wir mit dir unterwegs ist es immer wie auf Klassenfahrt.
00:23:36: Geil!
00:23:36: Und dann dachte ich so interessanter Vergleich.
00:23:40: aber ich glaube dass beschreibt es eigentlich ziemlich gut.
00:23:44: deswegen würde ich sagen, ja, ich würd mich daten.
00:23:47: Und du?
00:23:48: Ja klar würde ich.
00:23:50: Natürlich!
00:23:51: Ich höre mich auf jeden Fall selber daten und ich glaube mit der Einstellung sollte man auch grundsätzlich daten gehen oder auch in Partnerschaften dass man sich selber denkt ey ich bin vielleicht nicht zu einhundert Prozent aber schon zu sehr vielen prozenten mit mir selber im Reihen und mir selber zufrieden und damit einhergehend auch so dieses was erwartet von meinem Gegenüber.
00:24:14: Davon bin ich auch selber bereit, mitzubringen und zu leisten.
00:24:20: Muss
00:24:20: man leisten?
00:24:22: Also in dem Kontext finde ich komischerweise triggert mich gerade das Wort also warum sagst du Ich muss im privaten Kontext leisten.
00:24:30: Was sollten wir vielleicht machen?
00:24:34: Meine Therapiestunde
00:24:35: an jetzt!
00:24:38: Nee, weil das ist ja eigentlich ein Begriff aus der Arbeitswelt.
00:24:43: Ja, das hört sich vielleicht ein bisschen hart an.
00:24:48: Aber leistet im Sinne auch dieses Ich arbeite an mir.
00:24:52: Also ich leiste auch Arbeit an mir selber.
00:24:56: Weil da merkst du ja auch erst wieder in einer Beziehung oftmals wo einfach deine Triggerpunkte sind.
00:25:02: Kannst du einfach nur sein?
00:25:05: Schwer!
00:25:06: Scheiße schwer, ne?
00:25:09: Aber ich glaube, das ist so der ultimative Zustand eigentlich, den du gerade als Frau in einer Beziehung haben solltest.
00:25:16: Dass sich das so supernatürlich und leicht anfühlt und nicht irgendwie an tausend Bedingungen geknüpft ist die du dir selber stellst oder dein Partner?
00:25:24: Ich glaube tatsächlich es genau richtig was du grade sagst, ich glaube es ist dass was man von sich selber erwartet ist oft viel mehr als vielleicht der Partner wenn er überhaupt etwas erwartet.
00:25:36: ja Ich glaube, das ist so ein Ding und da muss ich sagen auch im privaten Kontext.
00:25:42: Da arbeite ich auch noch an mir dran weil dieses einfach sein... Ich komme hervor wie eine Frau Lesau Also geistig als auch dann körperlich!
00:25:51: Ich habe auch immer noch dieses Gefühl ich muss was leisten
00:25:58: um
00:25:59: diese Beziehung zu verdienen.
00:26:02: Weißt du wie ich meine?
00:26:03: So in aller Fülle Anstatt und das Witzige Mein Partner erwartet eigentlich gar nichts von mir.
00:26:11: Gar nix!
00:26:13: Ich kann damit aber manchmal schwer umgehen.
00:26:16: Also weil ich mir immer denke so, naja du musst ja jetzt dies und auch jenes...ich mein er kocht fast jeden Mittag.
00:26:22: Ja?
00:26:23: Also da kann ich mittlerweile mich echt gut sein lassen, es sei deine Haut da wieder Pilze rein, das stimmt halt nicht drauf.
00:26:30: Obwohl ich eigentlich auch total gerne koche, aber das hat sich da so ein bisschen verschoben.
00:26:35: Aber dieses einfach sein nach dem Motto im spirituellen Sinne ... Ich bin gut und genüge wie ich jetzt gerade bin!
00:26:46: Und ich bin jetzt einfach... Das ist mir immer noch schwammig.
00:26:51: Also ich komme da nicht an den Pudelskern.
00:26:54: ehrlich gesagt
00:26:56: Ja, ich glaube das dauert ja auch bis du da hinkommst weil du ja gar nicht so drauf programmiert bist.
00:27:00: Also als Mutter, als Ehefrau, als Unternehmerin ... Du hast immer irgendwas zu tun.
00:27:07: also die Aufgaben die du lässt und du wirst ja niemals den Zeitpunkt haben Melanie wo du zu Hause sitzt und es ist weder am Haus noch im Unternehmen noch irgendwie im privaten Bereich.
00:27:16: Also alles ist fertig.
00:27:18: der Punkt Der kommt auch in drei Jahren nicht, so kannst du vergessen.
00:27:23: Ich glaube wenn er da wäre dann würdest du denken Boah es hat langweilig!
00:27:26: Genau das wär bestimmt die erste Assoziation.
00:27:30: also das ja irrational dem hinterher zu laufen und deswegen ich glaub dahin auch so das Thema Nervensystem und so Das kennt das gar nicht einfach mal nichts zu machen und sich dabei auch wohlzuführen.
00:27:40: ich glaube das ist etwas was man auch Muskeln den Du jetzt bewusst trainieren musst dass das auch okay ist auch mal einfach nichts zu tun und die Zeit dann aber auch zu genießen.
00:27:52: Also dass wir damit auch hinkommen, dieses Mal nichts tun das mache ich jetzt schon, aber ich kann es halt nicht
00:27:57: genießen.".
00:27:57: Das
00:27:58: ist das!
00:27:59: Ja ja und gerade diese dieses Thema Nervensystem ist bei mir so ein... Ich habe manchmal das Gefühl, ich bin immer noch in so einem Überlebensmodus obwohl ich eigentlich gar nicht sein müsste, ja?
00:28:10: Und da denke ich mir immer weißte, das ist ja eigentlich das Bescheuerte also du schleppst ja dein Körper mit dir rum, also das bist ja Du.
00:28:19: Aber wie schwer ist das, dass in den Griff zu kriegen dich selber so entspannen?
00:28:26: Weil es hat nämlich gar nichts mit Logik zu tun.
00:28:29: Also über Logik bin ich immer super schnell dabei!
00:28:33: Aber dieses dann wirklich fühlen jetzt mal alles so... Ich weiß auch nicht wann ich das letzte Mal hatte.
00:28:43: Obwohl es im Außen so ist mein Kopf weist das auch aber ich fühle das
00:28:49: nicht Aber es ist noch nicht in dir drin.
00:28:52: Nein,
00:28:53: aber weißt du wie trainiert man das?
00:28:56: Man hat ja manchmal nur so einen Hauch von wo man denkt, jetzt ist mal irgendwie entspannt und auch mit was leichtes.
00:29:05: Dann willst du immer mehr davon!
00:29:08: Ich finde es unglaublich schwierig sich das wieder zurückzuholen.
00:29:12: Ich glaube da ist ein Zustand und dahin geht manch das Training, dass du irgendwann der Lage bist Auch wenn's nur für zwei Minuten am Tag ist, Melanie.
00:29:22: Dass du in der Lage bist diesen Zustand auch bewusst hervorzurufen?
00:29:27: Also ich glaub nicht ... Ich glaub selbst die ganzen allerspirituellsten Leute, ich glaube auch nicht dass sie den ganzen Tag super aufräumen, dieses supertiefen Entspannt und da war es.
00:29:41: das geht gar nicht.
00:29:42: aber ich glaub die haben halt eher einen Zugriff drauf, dass die wissen Ich mache jetzt mal fünf Minuten Pause und ich nutze jetzt die fünf Minuten, um da voll reinzugehen.
00:29:50: Und ich bin auch in der Lage, da voll in die tiefen Entspannung – auch wenn es Tempo ja ganz kurz ist – da rein zu gehen.
00:29:56: Weil also zum Beispiel meine jüngste Schwester hat eine Yoga-Ausbildung gemacht und die gehen glaube ich dann so sechs Wochen in Griechenland und die haben dann gelernt – das war immer diese Anfangssession morgens -, dass sie sich bewusst in diesen Zustand reingebracht haben dieses Du kennst das so?
00:30:12: Du bist kurz vorm Einschlafen, du nimmst nach alles wahr.
00:30:15: Du weißt aber gleich lebst du ein diesen Zwischenzustand zu
00:30:20: halten.".
00:30:21: Und
00:30:22: die hat es über sechs Wochen gemacht und am Anfang konnte sie das mal vielleicht für paar Minuten immer wieder eingeschlafen und so.
00:30:29: Das wird dann geschärft und trainiert bis sie wirklich nach sechs Wochen diesen Zustand über einen sehr langen Zeitraum halten konnte.
00:30:38: dass man sich das selber so antrainieren kann.
00:30:41: Voll die Ekel auf der Arbeit, hab ich auch keinen Bock drauf aber das meine ich halt mit diesem Antrainieren.
00:30:47: Aber guck mal, ich mach seit sechzehn oder siebzehn Jahren Yoga ne?
00:30:50: Also da jetzt wo du sagst wenn man sich wirklich einfach immer so auf diesen Atem konzentriert, ich krieg das dann mal kurzfristig hin.
00:30:59: Ich versuche jetzt auch manchmal, mir hatten ja jetzt auch einen sehr schönen Sommer Dass ich auch so während der Arbeit mal gesagt habe so ach jetzt setzte dich mal fünf Minuten gerade auf dem Balkon und lässt dir einfach nur mal die Sondensgesicht Schein.
00:31:10: Trotzdem rattert die Birne, ne?
00:31:13: Das hast du noch alles zu tun.
00:31:15: und ist es eigentlich jetzt in Ordnung weil das ja eigentlich jetzt deine Arbeitszeit sich mal rauszusetzen?
00:31:19: aber letztendlich sagt ja auch keiner irgendwie wenn ich um elf Uhr noch da rum hänge habe ich zum Beispiel gestern Abend gemacht hab ich bis um elf und noch irgendwie mal wieder gearbeitet.
00:31:28: Ja dass ist dann für mich okay ist doch total bescheuert oder Aber gut Ich hab da
00:31:34: eine Sache vom Hundetraining.
00:31:36: Komm,
00:31:37: hau raus!
00:31:38: Letzte Sache, aber pass auf ... Als ich damals in die Hundeschule gegangen bin mit meinem Hund und irgendwann so grad bei Welpen ein paar Wochen alt, die haben ja irgendwann ... Also Aufmerksamkeitspann ist ganz kurz nach ein paar Minuten.
00:31:51: Die haben schon keinen Bock mehr.
00:31:53: Die können auch gar nicht so ne Stunde lang durchgehen trainieren.
00:31:56: Da sind tausend Faktoren andere Hunde, andere Gerüche.
00:31:59: Die sind wirklich wie so ... einmal durch in der Birne.
00:32:03: Und dann wurde uns gesagt, wenn wir zum Beispiel eine Übung machen und der Hund macht da nicht mit oder bricht währenddessen ab, dass man irgendwas super Unerwartetes macht ja?
00:32:12: Ja!
00:32:12: Und auf einmal zum Beispiel die Richtung einfach komplett ändert.
00:32:16: oder was ich dann immer gemacht habe auch mit meinem Hund, wenn ich hier rausgegangen bin, wenn er nicht mitkam... Also weil jetzt nicht Straße zu nah dran war, einfach die Leine auf dem Boden getan und bin einfach weiter gegangen Wo er dann erst mal so für ein paar Sekunden geschockt war und dann, was geht jetzt her?
00:32:33: Und dann auf einmal direkt hinterher kam.
00:32:34: Also irgendein Schocker, was das normale Verhalten irgendwie unterbricht ... Das war immer der Impuls wenn Mama der Hund Aufmerksamkeit weg ist.
00:32:44: Das übertragen auf... Und?
00:32:47: Ja.
00:32:47: Und auf unser Nervensystem, also zum Beispiel das mach ich jetzt auch öfter was du jetzt gesagt hast dieses... Es ist gutes Wetter!
00:32:52: Ich mache mir mal einen Kaffee, ich setze mich draußen hin und stelle meinen Timer an und denk' mir eigentlich so superabsurd dass du das jetzt machst.
00:32:58: Du hast noch zu tun, das fühlt sich falsch an.
00:33:02: aber da ich mir dann bewusst so denke mein Hund vor Augen führre und mir denke ich mach jetzt irgendwas Unerwartetes.
00:33:08: Man muss selber einfach mal schocken.
00:33:10: Ganz geil ne?
00:33:11: Ja
00:33:11: ganz ehrlich Da soll man sich einfach mal mit sich selber entspannen.
00:33:16: Dafür dürfen wir ja auch selbstständig sein und dass wir das letztendlich selber entscheiden können, ne?
00:33:23: Ja ich probiere jetzt mal mehr!
00:33:24: Also das mit dem Hund ist ein guter Anker in meinem Kopf also den werde ich mir jetzt mal merken.
00:33:31: Zieh mal noch.
00:33:32: Komm jeder eine Frage.
00:33:33: Schnelle Frage.
00:33:42: Dann hau
00:33:42: raus.
00:33:44: Hey, wann hast du das letzte Mal geweint und warum?
00:33:49: Okay.
00:33:51: Bestimmt letzt ... Also ja, letzte Woche.
00:33:53: Ja.
00:33:55: Das letzte mal geweint.
00:33:57: Boah, mich hat eine Sache zu richtig zur Weißglut gebracht.
00:34:01: Du hast es aus Wut gemeint!
00:34:02: Ich
00:34:02: habe richtig aus Wud geweint...
00:34:05: Oh, dann ist schon heavy,
00:34:06: ne?!
00:34:06: Und weil ich mich so ganz unverstanden gefühlt hab, das war letzte Woche, und ich habe aber auch dann letzte Woche einmal geweint, und so herzlich gelacht habe ich dabei beim Muster.
00:34:19: Also beides letzte Woche, sowohl einmal positiv als auch negativ!
00:34:22: Also diese Freudenträden sind ja voll.
00:34:24: oder weißt du wenn du nicht mehr aufhören kannst und dir laufen die Tränen das finde ich ist allergeilste was es gibt.
00:34:34: also dann kriegst ihr alle Drogen die der Körper selber herstellen kann.
00:34:38: Auf einmal in die Birne!
00:34:41: Ja, meins ist jetzt ein bisschen profaler irgendwie.
00:34:45: Warum hast du gegründet?
00:34:47: Einfach weil ich nicht mehr angestellt sein wollte... Ich wollte meine in Anführungszeichen Freiheit und letztendlich aus Geld noten.
00:34:57: Und weil ich nichts Passendes gefunden habe.
00:35:01: Das war jetzt aber ernst zum Schluss!
00:35:05: Aber es ist gut geworden.
00:35:07: einfach mal trauen mutig sein
00:35:09: und
00:35:09: einmal gucken ob's funktioniert.
00:35:11: Da hat tatsächlich auch gedacht, so ja it's a game.
00:35:15: Lass einfach mal ausprobieren.
00:35:16: Mutig sein!
00:35:18: So.
00:35:19: Amen Wir sehen uns nächste Woche Isel.
00:35:24: Bis nächste
00:35:24: Woche Melanie.
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